Ratgeber Magento Onlineshop Projekt planen und starten

Ein Magento Projekt sollte nicht mit der Installation beginnen, sondern mit einer klaren Klärung von Ziel, Umfang, Daten, Prozessen und Verantwortlichkeiten. Gerade bei KMU aber auch Mittelstand entstehen spätere Mehrkosten häufig nicht durch die technische Umsetzung selbst, sondern durch ungeklärte Fragen in der Startphase.

Magento ist ein sehr flexibles Shopsystem. Diese Flexibilität ist ein Vorteil, wenn Anforderungen sauber geplant werden. Sie wird jedoch zum Risiko, wenn Funktionen, Schnittstellen, Produktdaten, Zuständigkeiten oder Betriebsfragen erst während der Umsetzung geklärt werden.

Was soll mit dem Magento Shop erreicht werden?

Am Anfang steht die nach dem geschäftlichen Ziel. Danach kommen die abgeleiteten Ziele wie Design oder Erweiterungen, die zur Erreichung benötigt werden.

Soll ein bestehender Shop ersetzt werden? Soll ein B2B Bestellportal entstehen? Geht es um Internationalisierung, bessere Schnittstellen, mehr Performance, weniger manuelle Arbeit(Prozessverbesserung) oder eine bessere Grundlage für Wachstum?

Typische Fragen für die Startphase sind:

  • Welche Zielgruppen sollen bestellen?
  • Geht es um B2C, B2B oder eine Mischform?
  • Welche Länder, Sprachen und Währungen sind geplant?
  • Welche Umsatzziele oder Prozessziele gibt es?
  • Welche Probleme des bisherigen Shops sollen gelöst werden?
  • Welche Funktionen sind zum Start wirklich nötig?
  • Welche Funktionen können später folgen?

Ein Magento Projekt braucht ein klares Zielbild. Ohne dieses Zielbild wird aus einem Shopprojekt schnell eine Sammlung einzelner Wünsche, die nicht sauber priorisiert sind.

Es muss klar sein wofür und warum wird der Shop erstellt?

Welche Anforderungen sind zum Start wirklich wichtig?

Welche Anforderungen zum Start

In der Planungsphase sollten Anforderungen gesammelt und geordnet werden. Dabei hilft eine einfache Einteilung.

Pflichtanforderungen (Muss- /Kernanforderungen) sind Funktionen, ohne die der Shop nicht starten kann. Dazu zählen zum Beispiel Zahlungsarten, Versandlogik, Steuerregeln, rechtliche Pflichtangaben, Produktdaten, Kundengruppen oder Schnittstellen zum Warenwirtschaftssystem oder gewisse Pflicht-Funktionen.

Sollanforderungen (nice to have) sind wichtig, aber nicht zwingend für den ersten Go-live. Dazu zählen häufig Komfortfunktionen, besondere Filter, Marketingfunktionen, zusätzliche Auswertungen oder Automatisierungen. Es können aber auch Schnittstellen, bestimmte Kundengruppen usw. sein. Das hängt komplett davon ab was für das Unternehmen / Shop schlicht "nice to have" ist.

Spätere Ausbaustufen sollten bewusst zurückgestellt werden. Das schützt Budget und Zeitplan. Ein Magento Shop muss zum Start stabil, bedienbar und wirtschaftlich sinnvoll sein. Er muss nicht am ersten Tag jede denkbare Funktion enthalten. Idealerweise wird aber frühzeitig angedachte Funktionen bereits kommuniziert, sodass man bei Planung/Umsetzung die späterne im Hinterkopf hat.

Welche Shopstruktur wird benötigt?

Magento kann mehrere Websites, Stores und Storeviews abbilden. Diese Struktur sollte früh geplant werden, weil sie später viele Bereiche beeinflusst.

Wichtige Fragen sind:

  • Gibt es nur einen Shop oder mehrere Marken?
  • Werden verschiedene Länder (oder Regionen) bedient?
  • Braucht der Shop mehrere Sprachen?
  • Gibt es unterschiedliche Sortimente je Land oder Kundengruppe?
  • Müssen Preise, Steuern oder Versandregeln je Markt abweichen?
  • Gibt es getrennte B2C und B2B Bereiche?
  • Werden Händler, Endkunden, Partner oder interne Besteller unterschiedlich behandelt?

Gerade bei internationalen Shops, B2B Projekten und mehreren Kundengruppen sollte die Struktur nicht nebenbei entstehen. Sie wirkt sich auf Katalog, Preise, Inhalte, SEO, Rechte, E-Mails und Auswertungen aus.

Wie sieht der Produktkatalog aus?

Der Produktkatalog ist einer der wichtigsten Punkte im Magento Projekt. Viele Probleme entstehen, wenn Produktdaten zu spät, unvollständig oder ohne Struktur geliefert werden.

Zu klären sind unter anderem:

  • Welche Produkttypen werden verwendet?
  • Gibt es einfache Produkte, konfigurierbare Produkte, Bundle Produkte oder Sets?
  • Welche Attribute werden benötigt?
  • Welche Attribute sind filterbar?
  • Welche Attribute werden nur intern genutzt?
  • Gibt es Varianten wie Größe, Farbe, Material oder Verpackungseinheit?
  • Wie werden Kategorien aufgebaut?
  • Welche Produktbilder, Downloads, Datenblätter oder Videos werden benötigt?
  • Gibt es Staffelpreise, Sonderpreise oder kundengruppenbasierte Preise?
  • Wie werden Lagerbestände gepflegt?

Für Entscheider ist wichtig: Produktdaten sind nicht nur Inhalt. Sie bestimmen Suche, Filter, SEO, Conversion, Schnittstellen und Pflegeaufwand.

Welche Preise und Kundengruppen werden gebraucht?

Magento bietet bereits von Haus aus verschiedene Preislogiken. Dazu zählen Kundengruppenpreise, Sonderpreise, Staffelpreise, Rabattcodes, Katalogpreisregeln und Warenkorbpreisregeln.

In der Startphase sollte geklärt werden:

  • Gibt es verschiedene Kundengruppen?
  • Müssen B2B Kunden individuelle Preise sehen?
  • Sollen Händler andere Preise erhalten als Endkunden?
  • Gibt es Staffelpreise nach Menge?
  • Gibt es Aktionspreise?
  • Werden Rabattcodes genutzt?
  • Werden Preise brutto oder netto angezeigt?
  • Müssen Preise je Land, Storeview oder Kundengruppe abweichen?

Je komplexer die Preislogik, desto wichtiger ist eine saubere Dokumentation. Das gilt besonders, wenn Preise aus einem ERP oder einer Warenwirtschaft kommen.

Welche Prozesse sollen der Shop und welche externe Systeme übernehmen?

Ein Magento Shop steht selten allein. In vielen Unternehmen gibt es bereits ERP, Warenwirtschaft, PIM, CRM, Buchhaltung, Versandsoftware, Payment Anbieter, Newsletter Tool oder Marktplätze.

Deshalb sollten Schnittstellen früh geplant werden.

Wichtige Fragen sind:

  • Welches System ist führend für Produktdaten?
  • Welches System ist führend für Preise?
  • Wo werden Lagerbestände gepflegt?
  • Wo entstehen Aufträge?
  • Wie werden Bestellungen an ERP oder Warenwirtschaft übergeben?
  • Wie kommen Versandstatus und Trackingnummer zurück in den Shop (oder garnicht)?
  • Werden Kundendaten synchronisiert?
  • Gibt es ein PIM für Produktinformationen?
  • Gibt es eine Buchhaltungsschnittstelle?
  • Müssen Marktplätze angebunden werden?

Eine gute Schnittstellenplanung verhindert doppelte Pflege, manuelle Nacharbeit und Fehler im Tagesgeschäft.

Welche Daten müssen übernommen werden?

Bei einem Relaunch oder Systemwechsel stellt sich die Frage, welche Daten übernommen werden sollen. Nicht alle historischen Daten müssen zwingend in den neuen Shop.

Typische Datenbereiche sind:

  • Produkte
  • Kategorien
  • Kundenkonten
  • Kundengruppen
  • Bestellungen
  • Rechnungen
  • CMS Seiten
  • Blogbeiträge
  • Weiterleitungen
  • Bewertungen
  • Gutscheine
  • Newsletter Anmeldungen
  • SEO Metadaten
  • Bilder und Downloads

Besonders wichtig ist die Klärung von Kundendaten, historischen Bestellungen aber auch URLs. Bei Kundendaten (insbesondere Passwörtern) gibt es üblicherweise technische Grenzen.

Bei URLs geht es um SEO und vorhandene Rankings. Fehlende Weiterleitungen können sehr kritisch sein nach dem Relaunch Sichtbarkeit und Umsatz kosten.

Wie wird SEO in der Startphase berücksichtigt?

SEO sollte nicht erst nach dem Go-live geprüft werden. Bei einem Magento Relaunch muss SEO von Anfang an eingeplant werden.

Zu klären sind:

  • Welche bestehenden URLs müssen erhalten bleiben?
  • Welche URLs benötigen Weiterleitungen?
  • Welche Kategorien sind für Suchmaschinen wichtig?
  • Welche Filterseiten sollen indexierbar sein?
  • Welche Seiten sollen nicht indexiert werden?
  • Wie werden Meta Title und Meta Description gepflegt?
  • Welche Inhalte müssen übernommen oder verbessert werden?
  • Wie wird mit Canonicals umgegangen?
  • Gibt es strukturierte Daten für Produkte?
  • Wie werden Ladezeiten und Core Web Vitals berücksichtigt?

Ein Relaunch ohne SEO Planung ist riskant. Besonders dann, wenn der bestehende Shop bereits Sichtbarkeit hat.

Welche rechtlichen Anforderungen sind relevant?

Ein Magento Projekt muss rechtliche Anforderungen früh berücksichtigen. Das betrifft nicht nur Texte, sondern auch Funktionen und Abläufe.

Wichtige Themen sind:

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
  • Widerrufsbelehrung
  • Checkout Beschriftungen
  • Preisangaben
  • Grundpreise
  • Lieferzeiten
  • Versandkosten
  • Cookie Consent
  • Tracking Einwilligungen
  • E-Mail Templates
  • Barrierefreiheit
  • Dokumentationspflichten
  • Widerruf und Retourenprozesse

Für B2C Shops in der EU kommen zusätzliche Anforderungen hinzu. Dazu zählen unter anderem klare Informationen im Checkout, einfache Kontaktmöglichkeiten, Widerrufsmöglichkeiten und je nach Sortiment besondere Kennzeichnungspflichten.

Wir als Magento Agentur können dort ausdrücklich KEINE rechtliche Beratung durchführen. Wir können maximal auf Bereiche hinweisen, die evtl. zu klären sind. Eine echte Rechtsberatung bzw. Prüfung des Shops sollte jedoch zwingend durch Personen mit entsprechender Expertise zur aktuellsten Rechtslage durchgeführt werden.

Welche Zahlungsarten und Versandarten sind nötig?

Zahlung und Versand wirken direkt auf Conversion und Kundenzufriedenheit. Beide Bereiche sollten nicht erst kurz vor dem Go-live eingerichtet werden.

Zu klären sind:

  • Welche Zahlungsarten erwartet die Zielgruppe?
  • Welche Payment Anbieter werden genutzt?
  • Gibt es Rechnungskauf, Vorkasse, PayPal, Kreditkarte, SEPA oder Sofortzahlung?
  • Welche Zahlungsarten gelten für B2B Kunden?
  • Welche Länder werden beliefert?
  • Welche Versanddienstleister werden angebunden?
  • Gibt es Versandkosten nach Gewicht, Warenwert, Land oder Kundengruppe?
  • Gibt es Sperrgut, Gefahrgut oder Speditionsversand?
  • Werden Teillieferungen unterstützt?
  • Müssen Trackingnummern automatisch übertragen werden?

Gerade im B2B Bereich sind Versand und Zahlung oft komplexer als im klassischen Endkundenshop.

Welche technische Basis wird benötigt?

Magento braucht eine passende technische Umgebung. Dazu zählen Hosting, Serverleistung, PHP Version, Datenbank, Suchsystem, Cache, Cronjobs, Deployment und Monitoring.

In der Startphase sollte geklärt werden:

  • Wo wird der Shop gehostet?
  • Gibt es getrennte Entwicklungs-, Test- und Produktivumgebungen?
  • Wie wird Code versioniert?
  • Wie laufen Deployments (online bringen von Anpassungen)?
  • Wer überwacht Fehler, Cronjobs, Schnittstellen und Performance?
  • Wie werden Backups erstellt?
  • Wie wird mit Updates und Sicherheitspatches umgegangen?
  • Welche Caching Strategie wird genutzt?
  • Wird Varnish eingesetzt?
  • Welche Suchlösung wird verwendet?

Magento Projekte sollten nicht auf einer zufälligen Hostingumgebung starten. Die technische Basis muss zur erwarteten Last, zum Funktionsumfang und zu den Betriebsanforderungen passen. Besonders bei Mittelstand und ernsthaften Onlineshops sollte hier auf spezialisierte Magento Hoster gesetzt werden. Dort ist sichergestellt, dass man sich um vieles hiervon schlicht keinerlei Gedanken machen braucht.

Welche Erweiterungen sind wirklich nötig?

Magento lässt sich durch Erweiterungen stark ausbauen. Trotzdem sollte nicht jede gewünschte Funktion sofort über ein Modul gelöst werden.

Vor jeder Erweiterung sollten diese Fragen beantwortet werden:

  • Gibt es die Funktion bereits im Magento Standard?
  • Ist die Erweiterung mit der geplanten Magento Version kompatibel?
  • Wird das Modul aktiv gepflegt?
  • Passt die Erweiterung zum technischen Konzept?
  • Wie wirkt sie sich auf Performance aus?
  • Gibt es Konflikte mit anderen Modulen?
  • Ist eine individuelle Entwicklung langfristig sinnvoller?
  • Wer übernimmt Updates und Fehlerbehebung?

Viele Erweiterungen können kurzfristig Aufwand sparen. Zu viele oder schlecht gepflegte Erweiterungen erhöhen jedoch Wartungsaufwand und Risiko.

Wie soll der Shop gestaltet werden?

Design ist nicht nur Optik. Es beeinflusst Bedienbarkeit, Ladezeit, Conversion, Markenwirkung und Pflegeaufwand.

In der Startphase sollte geklärt werden:

  • Gibt es ein bestehendes Corporate Design?
  • Soll ein vorhandenes Theme angepasst werden?
  • Wird ein individuelles Theme erstellt?
  • Welche Seiten sind besonders wichtig?
  • Wie soll die Startseite aufgebaut sein?
  • Wie sollen Kategorie- und Produktseiten funktionieren?
  • Welche Elemente braucht der Checkout?
  • Welche Inhalte muss das Unternehmen selbst pflegen können?
  • Welche Anforderungen gibt es an mobile Nutzung?
  • Welche Anforderungen gibt es an Barrierefreiheit?

Ein gutes Magento Design berücksichtigt Zielgruppe, Sortiment und Kaufentscheidung. Ein Ersatzteilshop braucht andere Oberflächen als ein Mode Onlineshop oder ein B2B Bestellportal.

Wie wird der Checkout geplant?

Der Checkout ist ein kritischer Bereich im Shop. Kleine Unklarheiten können hier direkt Umsatz kosten.

Zu klären sind:

  • Welche Schritte braucht der Checkout?
  • Ist Gastbestellung erlaubt?
  • Müssen Kundenkonten verpflichtend sein?
  • Gibt es B2B Freigabeprozesse?
  • Gibt es Bestellungen auf Rechnung?
  • Werden Kostenstellen oder Bestellnummern benötigt?
  • Wie werden Versand- und Zahlungsarten angezeigt?
  • Welche Pflichtfelder sind wirklich nötig?
  • Welche E-Mails werden nach Bestellung versendet?

Der Checkout sollte so einfach wie möglich bleiben. Gleichzeitig muss er die internen Prozesse korrekt abbilden. Idealerweise wird sich am Standard Magento-Ablauf orientiert und dieser dort angepasst wo es zwingend nötig ist.

Wer arbeitet im Projekt mit?

Ein Magento Projekt braucht Entscheidungen aus mehreren Bereichen. Häufig sind Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing, IT, Lager, Buchhaltung und Kundenservice betroffen.

Vor dem Start sollte auf Auftragnehmerseite klar sein:

  • Wer trifft fachliche Entscheidungen?
  • Wer entscheidet über Budget und Prioritäten?
  • Wer liefert Produktdaten?
  • Wer prüft Schnittstellen?
  • Wer gibt Design und Inhalte frei?
  • Wer testet Bestellungen, Zahlungen und Versand?
  • Wer ist nach dem Go-live für Pflege zuständig?

Ohne klare Zuständigkeiten verzögern sich Projekte. Entscheidungen bleiben liegen, Daten fehlen und Tests werden zu spät durchgeführt.

Wie wird das Projekt priorisiert?

Nicht jede Funktion hat den gleichen Wert. Deshalb sollte ein Magento Projekt in sinnvolle Phasen aufgeteilt werden.

Eine mögliche Einteilung ist:

  • Startfähiger Shop mit den wichtigsten Funktionen
  • Stabilisierung nach dem Go-live
  • Erweiterung von Marketing und Automatisierung
  • Ausbau von B2B Funktionen
  • Verbesserung von Suche, Filtern und Produktdaten
  • Performance Optimierung
  • Anbindung weiterer Systeme

Diese Planung macht das Projekt kontrollierbarer. Sie verhindert, dass ein Go-live immer weiter verschoben wird, weil ständig neue Wünsche hinzukommen.

Welche Tests sind vor dem Go-live nötig?

Tests dürfen nicht nur technische Fehler suchen. Sie müssen echte Geschäftsprozesse prüfen.

Wichtige Testbereiche sind:

  • Registrierung und Login
  • Produktsuche und Filter
  • Produktdetailseiten
  • Warenkorb
  • Checkout
  • Zahlungsarten
  • Versandarten
  • Bestellbestätigung
  • Rechnungs- und Versandmails
  • Steuerberechnung
  • Rabatte und Gutscheine
  • Kundengruppenpreise
  • ERP Übergabe
  • Lagerbestände
  • Retouren oder Widerruf
  • Mobile Darstellung
  • Ladezeit
  • SEO Weiterleitungen
  • Admin Pflegeprozesse

Ein Testplan spart Zeit. Er sorgt dafür, dass nicht nur Entwickler testen, sondern auch die späteren Nutzer im Unternehmen. Wir haben eine standardisierte Excel-Datei zum Testen. Jedoch sind viele Shops individuell und so bedarf es individuelle Testläufe.

Was passiert nach dem Go-live?

Ein Magento Projekt endet nicht mit dem Go-live. Nach dem Start beginnt der laufende Betrieb.

Zu planen sind:

  • Monitoring
  • Fehlerbehebung
  • Updates
  • Sicherheitspatches
  • Performanceprüfung
  • Backup Kontrolle
  • Cronjob Kontrolle
  • Schnittstellenüberwachung
  • Weiterentwicklung
  • Auswertung von Suchverhalten und Conversion
  • Schulung der Mitarbeiter

Gerade in den ersten Wochen nach dem Start zeigen sich typische Praxisfragen. Welche Produkte werden gesucht? Wo brechen Kunden ab? Welche Prozesse brauchen Anpassung? Welche Daten fehlen?

Ein sauber geplanter Betrieb verhindert, dass der neue Shop nach dem Start technisch veraltet oder fachlich stehen bleibt.

Welche typischen Fehler sollten vermieden werden?

Häufige Fehler Magento Projektstart

Viele Magento Projekte haben ähnliche Schwachstellen in der Startphase.

Häufige Fehler sind:

  • Start ohne klares Zielbild
  • Zu viele Funktionen im ersten Projektumfang
  • Unklare Verantwortlichkeiten
  • Produktdaten werden unterschätzt
  • Schnittstellen werden zu spät geplant
  • SEO wird erst kurz vor dem Go-live geprüft
  • Hosting wird zu klein oder "billig" gewählt
  • Erweiterungen werden ohne Prüfung installiert
  • Rechtliche Anforderungen werden viel zu spät überprüft
  • Tests werden nur technisch und nicht fachlich durchgeführt
  • Laufende Betreuung wird erst nach dem Start besprochen

Diese Fehler sind vermeidbar. Sie kosten jedoch Zeit und Budget, wenn sie erst während der Umsetzung auffallen.

Welche Unterlagen helfen beim Projektstart?

Für einen guten Start sollten möglichst viele Informationen vorliegen.

Hilfreich sind:

  • Zielbeschreibung des Projekts
  • Liste der wichtigsten Funktionen
  • Beschreibung der Zielgruppen
  • Übersicht bestehender Systeme
  • Export vorhandener Produktdaten
  • Beispielprodukte
  • Preislogik und Kundengruppen
  • Versand- und Zahlungsanforderungen
  • gewünschte Sprachen und Länder
  • rechtliche Anforderungen bzw. wer Prüfung durchführt
  • Designvorgaben
  • Ansprechpartner je Fachbereich
  • bestehende SEO Daten
  • gewünschter Zeitrahmen
  • grober Budgetrahmen

Diese Unterlagen müssen nicht perfekt sein. Sie helfen aber dabei, Aufwand, Risiken und Prioritäten realistisch einzuschätzen.

Fazit

Ein Magento Projekt startet erfolgreich, wenn Ziele, Daten, Prozesse, Technik und Verantwortlichkeiten früh geklärt werden. Die wichtigste Arbeit passiert deshalb nicht erst in der Programmierung, sondern bereits in der Planungsphase.

Für KMU ist besonders wichtig, den ersten Projektumfang bewusst zu begrenzen. Ein stabiler, gut bedienbarer und wirtschaftlich sinnvoller Shop ist wertvoller als ein überladener Projektstart mit zu vielen Sonderfällen.

Magento bietet eine starke Grundlage für individuelle Onlineshops, B2B Portale und wachsende eCommerce Prozesse. Damit diese Grundlage funktioniert, braucht das Projekt vor dem Start klare Entscheidungen, saubere Prioritäten und eine realistische Planung.

Sie möchten weitere Informationen zu Magento Shop Projekten?

Auf folgender Infoseite rund um Kosten eines Magento Onlineshop Projektes finden Sie ausführliche Informationen basierend auf über 15 Jahre Erfahrung.

Ausführlich Informationen zu Kosten und Budget für ein Magento Online shop finden Sie hier

Weitere Informationen rund um Magento finden Sie auch hier:

Informationen zu Magento Betreuung und Verbesserungen

Informationen zu Programmierung individueller Magento Erweiterungen (Funktionen)

Informationen zu Magento Schnittstellen Programmierung

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